aus dem Blog von Astrid Kahmen: „Le monde de Kitchi

 

Mittwoch, 25. März 2015

Kölsche Chansons mit Gaby Koof

Das Frollein Pfau aus dem höchst geschätzten Nachbarstadtteil sammelt heute wieder ein, was andere mögen.

Und ich, ich mag Gaby Koof und ihre "Chansons op Kölsch und aus aller Welt", die ich bei einem Konzert am vergangenen Montag genossen habe:

Gaby kenne ich eigentlich "vom Sehen", seit ich in Nippes wohne, doch näher in Kontakt mit ihr gekommen bin ich erst über ihren Mann, der zu meinem Karnevalsstammtisch gehört. Irgendwann erzählte sie mir vor Jahren, dass sie sich einen Traum erfüllt hat, nachdem sie ihre Firma für Messewesen verkauft hat: Das Singen von Chansons auf Kölsch!

Das hat mir sehr, sehr imponiert, gefallen, Eindruck gemacht: Da startet eine Frau in meinem Alter noch einmal durch mit ihrem Lebenstraum! Wow!

Gaby Koof 3

Wer bei "Kölschen Chansons" allerdings wieder nur an Karneval denkt, liegt völlig falsch ( obwohl sie den Karneval auch mag ). 

Mit ihren Chansons geht sie eigene Wege und singt von der Liebe, vom Älterwerden, von der Familie, immer mit der richtigen guten Portion Melancholie, die ein Mensch mit Lebenserfahrung einfach hat, auch mal auf Französisch, Spanisch, Hochdeutsch, mal von Wolfgang Jaegers am Akkordeon begleitet, ihrer Band oder vom Pianisten Andreas Lasonczyk, wie am Montagabend. Den leitete sie sehr stimmungsvoll ein mit "Irjendwo op d'r Welt" ( ursprünglich von den Comedian Harmonists )...

Stücke von Hildegard Knef, Georges Moustaki, Edith Piaf u.a. hat sie in ihrem Programm ( herrlich interpretiert sie "Luur mich nit esu aan", was bei diesem Video nicht ganz so rüberkommt ), aber auch Lieder mit Texten Kölscher Autoren wie Hans Knipp, Wolfgang Jaegers oder Monika Schweden. Der Tango "Scheibenkleister" ( Text hier ) handelt  vom Altern unseres Körpers und der Jugend unseres Herzens, "Wo bess du Clown vun jester Ovend" von der verpassten Gelegenheit einer Karnevalsbekanntschaft, die so viel mehr  bedeutet ( ein riesengroßes Problem alljährlich in dieser Stadt am Aschermittwoch ) - einfach klasse!

Ganz wunderbar auch das Lied "Et Paradies es geschlosse" ( dessen Text von Hans Knipp hier nachzulesen ist ), das mir wieder so deutlich machte, wie aussagekräftig unsere "kölsche sproch" ist.

Wer nun neugierig geworden ist, der kann sich auf der Website von Gaby Koof über weitere Auftritte informieren, findet Infos über ihre CDs, weitere Fotos und einiges mehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese sympathische Sängerin mit der warmen Stimme ein noch größeres Publikum finden würde.

Unsere 3 neuen Lieder können online über Amazon oder iTunes erworben werden.
Die CD kann ebenfalls bei Amazon bestellt werden oder direkt bei mir über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
Hört doch schon mal rein:

En Kölle kennt mer ming Visage

Wo bess do Clown vun jester Ovend

Mich häld et Levve am Danze

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